Rezepte zum Ausprobieren

Rezepte zum Ausprobieren

 

Immer wieder werden wir Haxentester mit Aussagen konfrontiert in der Art von: "Haxentest? So ne glubschig fettige Haxe würde ich ja nie essen wollen." Und immer wieder bestätigen uns solche Aussagen in unserem Tun - denn WIR wollen solche Haxen auch nicht. Umso wichtiger ist es zu zeigen, wo man eben eine solide gute Haxe zu einem guten Preis bekommt.

Natürlich wollen wir unser Wissen nicht nur über das Essen, sondern auch über die Zubereitung der richtig leckeren Haxen teilen, weshalb wir im Rezeptteil drei unterschiedliche Grundrezepte vorstellen wollen.

  • Beim ersten Grundrezept wird die Haxe zuerst im Schnellkochtopf gegart und dann zwecks Farbgewinnung der blassen Haut gegrillt.
  • Beim zweiten Grundrezept wird die Haxe mit einer Gewürzpaste eingerieben, in Alufolie im Backofen gegart und wegen der schöneren Farbe am Schluß auch kurz gegrillt.
  • Beim dritten Grundrezept wird die Haxe mindestes 24h vorher ordentlich mit Salz eingerieben und ganz geruhsam auf kleiner/mäßiger Hitze durchgehend gegrillt.

 

"Schnelle Haxe" aus dem Schnellkochtopf

Zutaten:

1 Hinterhaxe; je ca. 900 g

1 Bd. Suppengrün

Salz

10 Pfefferkörner

1 Zwiebel

1/4 l Vollbier (hell; kein Pils, kein Alt, kein Dunkles)

3/16 l Fleischbrühe (ca.)

1 Tl. Speisestärke

1 Tl. Zucker

1/2 Stück Saucenlebkuchen oder dunkles Graubrot


Die Haxe abspülen, mit Salz einreiben (am besten schon am Vortag), samt Suppengrün, Pfefferkörnern, grob zerschnittener Zwiebel, 1/5 l Bier (einige EL zurückbehalten) und so viel Brühe in den Schnellkochtopf geben, daß der Boden 2 - 3 cm hoch mit Flüssigkeit bedeckt ist. Fest verschliessen und nach Hochschnellen des Druckanzeigers ca. 60 Minuten garen.

Haxe aus dem Topf nehmen, abtupfen und die Schwarte mit scharfem Messer rautenförmig einschneiden. Übriges Bier mit Speisestärke und dem Zucker verrühren und die Haxe damit bepinseln. In die Fettpfanne setzen und unter einmaligem Wenden und ein- bis zweimaligem Bepinseln mit der Stärkelösung noch 15 bis 20 Minuten grillen.

Inzwischen Fond abseihen, mit zerbröseltem Saucenlebkuchen oder Brot kurz köcheln, durch ein Sieb passieren, kräftig abschmecken und mit dem Grillfond verrühren.

 

Unser Fazit:

Das Rezept ergibt eine saftige Haxe, die innen durch das Garen nicht sonderlich intensiv gewürzt ist, sondern eher an gekochtes Siedfleisch erinnert. Die Schwarte ist zwar optisch sehr schön aber darunter erblüht das Fett meist in Unmengen, weil das Fett schon beim Garen nicht verschwindet und beim kurzen Grillen auch nur oberflächlich knusprig wird. Die Kruste samt dem Fett wird man also in den meisten Fällen schlichtweg entsorgen.

Dieses Rezept eignet sich für Menschen, die gerne eine saftige Haxe in viel geschmackiger Biersauce genießen. Auch für die Knödel steht Sauce in ausreichender Menge zur Verfügung!

Krustenliebhaber sollten das Rezept aber tunlichst meiden.

 

 

"Pikante Schweinshaxn" aus dem Backofen

Manchmal kommt ein leckeres Rezept auch einfach unter einem Bier hervor ...

 

Unser Fazit:

Das Rezept ergibt auch hier eine saftige Haxe, die innen durch das Garen nicht sonderlich intensiv gewürzt ist, sondern eigentlich nur mir purem und unverfälschtem Schweinefleischgeschmack glänzt. Die Schwarte ist zwar optisch sehr schön aber darunter erblüht das Fett ebenso in Unmengen, weil das Fett schon beim Garen nicht verschwindet und beim kurzen Grillen auch nur oberflächlich knusprig wird. Die Kruste samt dem Fett wird man also in den meisten Fällen schlichtweg entsorgen.

Dieses Rezept eignet sich für Menschen, die gerne eine saftige Haxe in einer sehr geschmackiger Senf-Biersauce (der Hit !) genießen. Auch für die Knödel steht damit Sauce in ausreichender Menge zur Verfügung!

Krustenliebhaber sollten dieses Rezept aber tunlichst meiden.

 

 

Gemütliche Haxe vom Grill

Und ganz zum Schluß kommt unser Haxen-Highlight, die auch unsere Empfehlung darstellt: die gemütliche Haxe vom Grill !

Die Zubereitung ist sagenhaft einfach. Man nehme eine Haxe, reibe diese ordentlich mit Salz ein und lasse sie mindestens 24h im Kühlschrank stehen. Dann kommt die Haxe auf einen Grillspieß und wird auf dem Grill eingesetzt. Ein Motor zum Drehen des Spießes wird dringend angeraten, denn das ganze zieht sich gute zwei Stunden hin. Zumindest bei einem Gasgrill. Freunde von Holzkohlegrills dürfen wegen der ungleichmäßigeren Hitze teilweise mit der doppelten Grillzeit rechnen und sollten zwischendurch das Auffüllen der Kohle nicht vergessen.

 

Statt einer großen Haxe nimmt man besser zwei kleinere Haxen, da man den Grillspieß wegen des Knochens nicht wirklich mittig durch die Haxe schieben kann, so daß sich viele kleinere Grill-Motoren mit dem Ungleichgewicht schwertun. Lieber zwei oder mehr kleinere Haxen nehmen und damit besser ausbalancieren.

 

Unser Fazit:

Hiermit bekommt man die würzigste Haxe, die auch noch im Inneren mit gutem Geschmack glänzt. Das Fett tropft durch die Hitze schön ab, bzw. die Schwarte bildet eine prächtige Kruste zum Reinbeißen. Das Fett ist fast kaum noch vorhanden und trotzdem bleibt die Haxe innen wunderbar saftig.

Leider, leider, leider, gibt es bei dieser Zubereitungsart keinerlei Sauce. Etwaig zubereitete Beilagen-Knödel bleiben also trocken. Einige Kenner tunken dafür ihr Brot in das abgetropfte und noch heiße Fett und genießen die Haxe mit so einem "Schmalzbrot" und Krautsalat und verzichten dafür auf jegliche andere Zutaten :-)

 

   
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